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Pressemitteilung: Weiterbildung Hessen e.V. richtet wegen der Corona-Krise offene Briefe an Bundes- und Landesministerien

Der Branchenverband ruft die Politik zur Sicherstellung von Fördermitteln und Finanzhilfen für die von der Krise stark betroffene Weiterbildungswirtschaft auf.

Frankfurt am Main, 1. April 2020 – In mehreren offenen Briefen hat Weiterbildung Hessen e.V. die Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit und Soziales sowie die Hessischen Ministerien für Finanzen und Wirtschaft aufgefordert, Bildungseinrichtungen zu unterstützen.

Mit der „Vierten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus“ vom 17. März kam auch das Verbot von Bildungsveranstaltungen in Vor-Ort-Einrichtungen. „Der weit überwiegende Teil unserer Mitgliedseinrichtungen ist durch die faktische Schließung aller Präsenzangebote in ihrer Existenz bedroht“, sagt Claus Kapelke, Vorstandsvorsitzender von Weiterbildung Hessen e.V. Kapelke, als Leiter der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen selbst von der Krise betroffen, sieht Bildungseinrichtungen auf mehreren Ebenen gefährdet. 

„Maßnahmeträger für SGB II und SGB III leisten einen erheblichen Beitrag, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt zu dämpfen“, so Kapelke. „Daher lautet unsere Aufforderung an den Bundesminister für Arbeit und Soziales: Bitte stellen Sie sicher, dass Bildungsdienstleister ihre gewährten Förderungen von den Arbeitsagenturen und Jobcentern auch während der Krise weiter erhalten.“
Stellvertretend für Mitglieder, die Projekte mit Förderung aus Landesmitteln durchführen, wendet sich der Verein mit einem offenen Brief an den hessischen Finanzminister. „Diese Träger benötigen die Sicherheit, dass sie auch dann Projektmittel erhalten, wenn sie aufgrund der Pandemie die Projektdurchführung verändern müssen“, erläutert Claus Kapelke. Dazu gehöre zum Beispiel, dass Bildungsveranstaltungen nicht mehr vor Ort, sondern per Internet abgehalten würden.

Privatwirtschaftliche Schulungsanbieter können von dem Soforthilfeprogramm der Bundesregierung Gebrauch machen. Diese oft kleinen Unternehmen werden jedoch auch nach Aufhebung der momentanen Beschränkungen mit der drohenden Rezession und dem damit verbundenen Umsatzeinbruch kämpfen. Christian Spahn, Geschäftsführer von Weiterbildung e.V., führt dazu aus: „Weiterbildung steht nun mal auf einer höheren Ebene der Bedürfnispyramide. Erst wenn die Basis gesichert ist, werden hessische Unternehmen und Verbraucher/innen wieder an Fortbildungsmaßnahmen denken. Diese Zwangspause für Bildungseinrichtungen gilt es zu überbrücken.“ In offenen Briefen an die Wirtschaftsminister des Bundes und des Landes Hessen bittet Weiterbildung Hessen e.V. deshalb darum, Möglichkeiten für weitere finanzielle Hilfen auch für privatwirtschaftliche Anbieter im Bereich der beruflichen Bildung zu prüfen.

Weiterbildung Hessen e.V. stellt auf www.weiterbildunghessen.de laufend aktuelle Informationen zu Finanzhilfen für Betriebe zusammen. Außerdem finden Interessierte dort alle wichtigen Anlauf- und Beratungsstellen rund um die Corona-Pandemie, Arbeitsrechtliches und nützliche Tools für digitale Arbeit und Wissensvermittlung.


Über den Verein
Weiterbildung Hessen e.V. wurde 2003 auf Initiative von 50 hessischen Weiterbildungseinrichtungen mit Unterstützung des Hessischen Wirtschaftsministeriums (HMWEVW) gegründet. Mit seinen Gütesiegeln fördert der Verein eine hohe Qualität und Transparenz in der hessischen Bildungslandschaft. Er ist im Auftrag des HMWEVW für mehrere Projekte verantwortlich, unter anderem für „ProAbschluss“ und die Hessische Weiterbildungsdatenbank. Heute gehören dem Verband über 300 Mitglieder an. 
 

Kontakt für Rückfragen
Kerstin Zappe
Weiterbildung Hessen e.V. 
Eschersheimer Landstraße 61-63
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 9150129-13
E-Mail: zappe@wb-hessen.de
Internet: www.weiterbildunghessen.de
 

Die offenen Briefe zum Nachlesen

Weitere Informationen

Kerstin Zappe
Projektleiterin Hessische Weiterbildungsdatenbank
& Öffentlichkeitsarbeit

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