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Staatsminister Al-Wazir übergibt Gütesiegel „Geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ an 12 neue Mitgliedseinrichtungen

Frankfurt am Main, 01.11.2017 - Weiterbildung Hessen e.V. feiert morgen in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Frankfurt seinen 14. Vereinstag, in dessen Rahmen die Zertifikatsverleihung stattfindet.

Die Landesregierung macht es Personen, die an Nachqualifizierung interessiert sind, ab sofort noch leichter, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Im Programm ProAbschluss wurde die bisherige Preisuntergrenze für Kurse von 1.000 Euro abgeschafft – das bedeutet für Weiterbildungswillige, dass sie nun aus einer viel größeren Anzahl von Angeboten wählen können. „Mit der beruflichen Aus- und Weiterbildung haben wir ein wirkungsvolles und erprobtes Instrument, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten“, so der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. „Weit über 300.000 Berufstätige in Hessen besitzen keine oder keine ausreichende Qualifizierung für ihre Position. ProAbschluss unterstützt sie dabei, ihren Berufsabschluss nachzuholen, und hilft so den Arbeitsplatz zu sichern. Unternehmen sehen sich – auch im Kontext der Digitalisierung – vor neuen Herausforderungen, wenn es darum geht, Fachkräfte zu finden und zu binden. Gerade jüngere Beschäftigte haben heute andere Erwartungen an einen Arbeitgeber als vor 20 Jahren. Wer Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen anbietet, erhöht seine Attraktivität als Arbeitgeber und seine Wettbewerbsfähigkeit. ProAbschluss berät hessische Betriebe und Beschäftigte bei der Implementierung von Weiterbildungsangeboten und bietet durch Qualifizierungsschecks finanzielle Förderung für Nachqualifizierungsmaßnahmen.“

Durch die Aufhebung des Mindestpreises für Bildungsmaßnahmen profitieren auch zertifizierte Bildungsanbieter, wie die Mitglieder von Weiterbildung Hessen e.V., noch umfassender von der Initiative. Die maximale Förderung für abschlussbezogene Kurse beträgt weiterhin 4.000 Euro pro Qualifizierungsscheck. ProAbschluss wendet sich an sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Hessen, die mindestens 27 Jahre alt sind und noch keinen anerkannten Abschluss in ihrem ausgeübten Beruf haben. Auch geringfügig Beschäftigte, für die der Arbeitgeber Sozialbeiträge bezahlt, werden gefördert.

Weiterbildung Hessen e.V. würdigt neue Mitglieder
12 neue Vereinsmitglieder werden auf dem Vereinstag ihre Zertifikate von Staatsminister Tarek Al-Wazir und Vorstandsvorsitzendem Claus Kapelke erhalten. Sie haben ein mehrstufiges Zertifizierungsverfahren durchlaufen, an dessen Ende sie sich verpflichten, die Qualitätsstandards des Vereins einzuhalten. Durch die Zertifizierung sind die Bildungseinrichtungen unter anderem zur Teilnahme am Programm ProAbschluss berechtigt. Es werden außerdem zwei Preise aus dem Wettbewerb „Sprachförderung für geflüchtete Frauen“ vergeben, den Weiterbildung Hessen e.V. ausgeschrieben hatte.

Dass Investition in Bildung auch der Gesundheit nutzt, zeigt der Festvortrag mit dem Titel "Keine Angst vor Nebenwirkung - Bildung macht gesund". Frau Prof. Dr. Monika Kil, Leiterin des Departments für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement der Donau-Universität Krems, berücksichtigt hierbei nicht nur den individuellen Vorteil, sondern auch den gesellschaftlichen Benefit.

Um die Umsetzung des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) geht es im abschließenden Diskussionsforum. Frau Christel Fissahn vom Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW und Frau Prof. Dr. Monika Kil werden hierzu einen thematischen Input geben und die anschließende Diskussion betreuen.

Der Verein Weiterbildung Hessen e.V. wurde 2003 auf Initiative von 50 hessischen Weiterbildungseinrichtungen mit Unterstützung des Hessischen Wirtschaftsministeriums gegründet, um eine hohe Qualität und Transparenz in der hessischen Bildungslandschaft zu fördern. Heute gehören dem Verein rund 320 Mitglieder an.

Die neuen Vereinsmitglieder sind: Akademie für Förderung und Qualifikation e.V, Casalenguas GbR, Connect die Fortbildungseinrichtung des Albert-Schweizer-Kinderdorf Hessen e. V., Förderverein der Johann-Alsted-Schule, Lahor e. V., Musikschule Maier – Musikgarten, Projekt PETRA GmbH, Soziale Hilfe Kassel, Sportjugend Hessen im LSBH e.V., TSM-Tharros Sicherheitsmanagement, Volkshochschule Stadt Fulda und Volkshochschule Darmstadt-Dieburg.

Kontakt
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Kerstin Zappe
Projektleiterin Hessische Weiterbildungsdatenbank

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