Coronaregelungen für die außerschulische Bildung

Die bestehende Corona-Schutzverordnung wird mit Änderungen bis zum 7. November 2021 fortgesetzt. Mehr zu den neuen Regelungen


Alle aktuellen Corona-Informationen des Landes Hessen

Coronaregeln für die außerschulische Bildung und Ausbildung 


Für außerschulische Bildungsangebote gilt:

Bei Bildungsangeboten in Volkshochschulen oder nicht staatlich anerkannten Ersatzschulen, soweit diese auf die Teilnahme an Nichtschülerprüfungen vorbereiten, sowie bei kulturpädagogischen Angeboten der Museen, Theater und ähnlicher Einrichtungen für einzelne Gruppen oder Klassen der Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen, sind die Hygiene-Empfehlungen des RKI möglichst zu beachten. Dies gilt auch bei Ausbildungsangeboten, beispielsweise der Referendarausbildung, Angeboten der beruflichen Bildung, Lehrgängen der außerbetrieblichen und betrieblichen Berufsbildungseinrichtungen, der überbetrieblichen Bildungseinrichtungen, der Ausbildung von Beamtinnen und Beamten und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst, der Ausbildung zum Erwerb einer Fahrerlaubnis. Bei außerschulischen Bildungsangeboten sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten muss der Unterricht so erfolgen, dass die Hygiene-Empfehlungen des RKI möglichst beachtet werden.

Eine Gruppenobergrenze besteht in Einrichtungen nicht.

Auch eine Pflicht zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände gibt es nicht, die Einhaltung wird gleichwohl dringend empfohlen.

In geschlossenen Räumen ist eine medizinische Maske bis zur Einnahme des Sitzplatzes zu tragen.

Die Ausbildung in Betrieben sowie die außer- und überbetriebliche Ausbildung von Auszubildenden ist unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sowie den Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zulässig. Die Erstellung und Umsetzung eines Abstands- und Hygienekonzepts wird dringend empfohlen.

Der praktische Fahrunterricht an Fahrschulen sowie die Abnahme der praktischen Fahrprüfung ist gestattet. Das Tragen einer Medizinischen Maske wird dringend empfohlen, da das Abstandsgebot im praktischen Teil des Fahrunterrichts nicht eingehalten werden kann.

Für die Teilnahme an Prüfungen außerschulischer Bildungseinrichtungen in Schulgebäuden gelten die 
Regelungen für Schulen.

Besteht für Weiterbildungen eine 3G-Pflicht?

Bei Bildungsangeboten nach § 15 CoSchuV MUSS kein Negativnachweis vorgelegt werden. Einen Verweis auf das Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 gibt es in der CoSchuV (anders als bei § 16) nicht. Stattdessen steht dort, dass „die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene wo immer möglich zu beachten“ sind.

Den Auslegungshinweisen ist jedoch Folgendes zu entnehmen: „Die Ausbildung in Betrieben sowie die außer- und überbetriebliche Ausbildung von Auszubildenden ist unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sowie den Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 14) zulässig. Die Erstellung und Umsetzung eines Abstands- und Hygienekonzepts (vgl. § 5) wird dringend empfohlen.“

Laut § 5 Nr. 2 CoSchuV beinhaltet dies auch die Möglichkeit von „Zugangsbeschränkungen auf Personen mit Negativnachweis nach § 3“.

Sie KÖNNEN auch im Weiterbildungsbereich 3G anwenden. 2G sieht die CoSchuV für den gesamten Bildungsbereich nicht vor.

Unabhängig von der CoSchuV können Bildungsanbieter natürlich von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und damit auf 3G oder gar 2G umstellen. 

Was gilt für den Arbeitsschutz?

    Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wurde angepasst und gilt bis zum 24.11.2021 weiter.

    Pflichten des Arbeitgebers:

    • Kontaktreduzierung im Betrieb auf das notwendige Minimum, Zusammenkünfte möglichst digital abhalten
    • betriebliches Hygienekonzept
    • Testangebot zweimal wöchentlich
    • Bereitstellung Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutz, wenn nötig
    • Aufklärung der Beschäftigten zu Risiken von Covid
    • Freistellung für die Impfung

    Aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung und mehr Infos beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales
     

    Konkretere Anforderungen an den Arbeitsschutz für Arbeitgeber:

    SARS-CoV-2- Arbeitsschutzregel

    Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger
     



    Empfehlungen für den Arbeitsschutz in Bildungseinrichtungen:

    • Richten Sie einen internen Krisenstab ein, z.B. mit der Einrichtungsleitung, Sicherheitsbeauftragten, Ausbilder*innen bzw. weiteren Beschäftigten. 
    • Führen Sie eine Gefährdungsbeurteilung durch oder aktualisieren Sie die bestehende Gefährdungsbeurteilung.
    • Lassen Sie sich bei diesen Schritten durch den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen.
    • Stimmen Sie sich mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt ab, welche Maßnahmen zu treffen sind im Zusammenhang mit Risikogruppen und auftretenden Verdachtsfällen.

    Beziehen Sie folgende Bereiche in die Umorganisation mit ein:

    • Räumlichkeiten
    • Unterrichts- und Lehrformen
    • Gruppengrößen
    • Personalbedarf
    • Lehr- und Pausenzeiten
    • Verkehrswege, Zugang zu Gebäuden
    • Büro- und Ausbilderarbeitsplätze

    Ermöglichen Sie regelmäßige Handhygiene an einem Waschbecken in räumlicher Nähe. Informieren Sie durch Aushänge über Verhaltens- und Hygieneregeln. Achten Sie auf regelmäßige Reinigung der Räume, Kontaktflächen und verwendeten Materialien. Lüften Sie die Räume regelmäßig intensiv, bevorzugen Sie wenn möglich Kontakte im Freien. Achten Sie auf Hygienemaßnahmen wie den Mindestabstand, Hust- und Niesetikette, Vermeiden von Körperkontakt. 

    Unterweisen Sie Ihre Beschäftigten und vor allem die Ersthelfer*innen regelmäßig über die Regelungen in Verbindung mit dem Coronavirus.

    Detailierte Handlungshilfen für Ihr Hygienekonzept:

    Hinweise der Gesetzlichen Unfallversicherung zur Gefährdungsbeurteilung und Hygiene im Betrieb während der Coronavirus-Pandemie

    Handlungshilfen für private Bildungseinrichtungen

    Handlungshilfen für Unternehmen der beruflichen Bildung

    Infos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

    FAQs für Bildungsanbieter

    Mehr Links und Handlungshilfen zu Corona

    Sie haben Fragen?

    Hessenweite Hotline für Fragen und Informationen zum Corona-Virus: 0800 555 4666 oder alternativ 0611 32 111 000 (für Anrufe aus dem Ausland statt 0 bitte 0049 vorwählen). Fragen zu Gesundheit und Quarantäne: Montags von 8 bis 20 Uhr und dienstags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr. Weitere Fragen und Informationen zum Corona-Virus: Montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 15 Uhr. Oder per E-Mail an buergertelefon@stk.hessen.de



    Informationen für Mitgliedseinrichtungen:

    Kerstin Zappe
    Projektleiterin INVITE WISY@KI

    069 9150129-13
    E-Mail schreiben

    Jennifer Tork M.A.
    Projektleiterin Zertifizierung von Weiterbildungs- und Beratungseinrichtungen

    069 9150129-14
    E-Mail schreiben