Coronaregelungen für die außerschulische Bildung

Update 24.11.2021

Mit dem neuen Bundes-Infektionsschutzgesetz, das ab 24.11.2021 gilt, kommen auf Arbeitgeber zusätzliche Pflichten zum Schutz der Belegschaft zu.

3G am Arbeitsplatz: Der Zutritt zur Arbeitsstätte ist künftig nur Beschäftigten mit 3G-Status erlaubt.

Der Arbeitgeber darf den Geimpft-, Genesen- oder Getestet-Status zur Erfüllung der Kontroll- und Dokumentationspflichten einsehen und verarbeiten, aber nicht langfristig speichern.
Zulässig sind Antigen-Schnelltests (max 24h alt) und PCR-Tests (max 48h alt).

Ungeimpfte müssen im Zweifel selbst für Testnachweise an allen Arbeitstagen sorgen.

Beschäftigten muss Homeoffice ermöglicht werden - es sei denn, dies ist aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

Beschäftigte müssen das Homeoffice-Angebot annehmen.

Weitere Informationen dazu in der FAQ des Bundesarbeitsministeriums



Für Hessen gilt außerdem ab 25.11.2021 bis vorerst 23.12.2021 die neue Corona-Schutzverordnung.

>> Verordnung mit markierten Änderungen

Hier sind nun auch für die Weiterbildungsbranche strengere Regelungen enthalten:

Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske auch an den Sitzplätzen während der Teilnahme an Bildungsveranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Ausgenommen sind Lehrende in Lehrveranstaltungen an außerschulischen Bildungseinrichtungen und Beteiligte an Prüfungen, soweit ein Hygienekonzept neben den einzuhaltenden Abständen und dem regelmäßigen Luftaustausch Ausnahmen von der Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske vorsieht.

Das gilt auch während der Wahrnehmung von Angeboten der staatlichen Kinder- und Jugendarbeit einschließlich Ferienbetreuungsmaßnahmen, kurzzeitpädagogischen Maßnahmen sowie der Jugendsozialarbeit, die in geschlossenen Räumen stattfinden.

Flächendeckende 3G-Regel an Hochschulen, Akademien und außerschulischen Bildungseinrichtungen.

Zulässig sind Antigen-Schnelltests und PCR-Tests. Wird der Test beim Bildungsanbieter durchgeführt, muss ein Testnachweis geführt werden. Eine Vorlage ist im Anhang der Corona-Schutzverordnung enthalten (ab S. 23). Der Nachweis berechtigt NUR zu Teilnahme an der Veranstaltung.

Für Tagungshäuser mit Übernachtungsangebot ist zusätzlich relevant:
2G in Übernachtungsbetrieben
Ausnahme für beruflich bedingte Übernachtungen: 3G mit täglichen Tests
2G für die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen (Speisesäle, Schwimmbäder etc.)

2G gilt außerdem in Innenräumen bei Veranstaltungen, Freizeit, Sport
Hier gibt es Unterschiede je nach Veranstaltungsgröße.

Die 2G+ Option (geimpft / genesen UND Test) führt laut der neuen Verordnung NICHT zu Erleichterungen (Keine Maskenpflicht etc.) im außerschulischen Bildungsbereich.

 


 

Aktuell geltende Regelungen und Corona-Schutzverordnung des Landes Hessen

Coronaregeln für die außerschulische Bildung und Ausbildung in Hessen 


 

    Konkretere Anforderungen an den Arbeitsschutz für Arbeitgeber:

    SARS-CoV-2- Arbeitsschutzregel

    Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger
     



    Empfehlungen für den Arbeitsschutz in Bildungseinrichtungen:

    • Richten Sie einen internen Krisenstab ein, z.B. mit der Einrichtungsleitung, Sicherheitsbeauftragten, Ausbilder*innen bzw. weiteren Beschäftigten. 
    • Führen Sie eine Gefährdungsbeurteilung durch oder aktualisieren Sie die bestehende Gefährdungsbeurteilung.
    • Lassen Sie sich bei diesen Schritten durch den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen.
    • Stimmen Sie sich mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt ab, welche Maßnahmen zu treffen sind im Zusammenhang mit Risikogruppen und auftretenden Verdachtsfällen.

    Beziehen Sie folgende Bereiche in die Umorganisation mit ein:

    • Räumlichkeiten
    • Unterrichts- und Lehrformen
    • Gruppengrößen
    • Personalbedarf
    • Lehr- und Pausenzeiten
    • Verkehrswege, Zugang zu Gebäuden
    • Büro- und Ausbilderarbeitsplätze

    Ermöglichen Sie regelmäßige Handhygiene an einem Waschbecken in räumlicher Nähe. Informieren Sie durch Aushänge über Verhaltens- und Hygieneregeln. Achten Sie auf regelmäßige Reinigung der Räume, Kontaktflächen und verwendeten Materialien. Lüften Sie die Räume regelmäßig intensiv, bevorzugen Sie wenn möglich Kontakte im Freien. Achten Sie auf Hygienemaßnahmen wie den Mindestabstand, Hust- und Niesetikette, Vermeiden von Körperkontakt. 

    Unterweisen Sie Ihre Beschäftigten und vor allem die Ersthelfer*innen regelmäßig über die Regelungen in Verbindung mit dem Coronavirus.

    Detailierte Handlungshilfen für Ihr Hygienekonzept:

    Hinweise der Gesetzlichen Unfallversicherung zur Gefährdungsbeurteilung und Hygiene im Betrieb während der Coronavirus-Pandemie

    Handlungshilfen für private Bildungseinrichtungen

    Handlungshilfen für Unternehmen der beruflichen Bildung

    Infos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

    FAQs für Bildungsanbieter

    Mehr Links und Handlungshilfen zu Corona

    Sie haben Fragen?

    Hessenweite Hotline für Fragen und Informationen zum Corona-Virus: 0800 555 4666 oder alternativ 0611 32 111 000 (für Anrufe aus dem Ausland statt 0 bitte 0049 vorwählen). Fragen zu Gesundheit und Quarantäne: Montags von 8 bis 20 Uhr und dienstags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr. Weitere Fragen und Informationen zum Corona-Virus: Montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 15 Uhr. Oder per E-Mail an buergertelefon@stk.hessen.de


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    Jennifer Tork, Kerstin Zappe
    E-Mail info@wb-hessen.de